Was

… hat mich zum Malen bewegt?

Mich kreativ auszudrücken war schon immer meine Leidenschaft. Ein Studium der Malerei kam für mich allerdings nie wirklich in Frage, dafür war ich nach meinem Abitur viel zu sehr von der Werbung fasziniert. Ich fand es großartig durch eine inspirierende Bildsprache, versehen mit einem motivierenden Text, Menschen zu bewegen, bestimmte Produkte kaufen zu wollen. Toll, wie leicht so etwas geht!
Also bewarb ich mich an der FH in Darmstadt für ein Kommunikationsdesign Studium. Leider verpasste ich die Aufnahmeprüfung um ein paar Punkte und bekam den, nicht ganz legalen, Tipp, mich einfach so in die Listen einzutragen… So begann ich „schwarz“ zu studieren. Es schien alles ganz einfach zu sein. Ich war in allen Kursen in die ich wollte und war sogar in der Mappenberatung für die neuen Semester tätig. Aber Ende des 2. Semesters wurde eine Dozentin doch misstrauisch.

To make a long story short, ich musste die Aufnahmeprüfung ein zweites Mal absolvieren (mit komplett neuer Mappe), um noch einmal ganz offiziell im ersten Semester zu beginnen. Aber was passierte dann?!?!?!
Richtig. Man hat ein Exempel statuiert. Schließlich konnte nicht sein, was nicht sein durfte. Man gab mir noch weniger Punkte in der Prüfung als im Vorjahr, und das, obwohl ich doch vorher alle Scheine bestanden hatte. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, ich wollte dieses Studium doch unbedingt. Der Satz, den ich dann zu hören bekam, sollte mir für immer im Gedächtnis bleiben. Die Dozentin, die mir zuvor noch brav meine Scheine ausgestellt hatte, sagte zu mir: „Deine Mappe ist zu malerisch, warum versuchst du es nicht an der Kunsthochschule?!“

Aber ich wollte keine brotlose Kunst studieren, sondern in die Werbung.

Dann ging alles ganz schnell. Sechs Wochen später begann ich mein Studium an der U5 Akademie an der Einsteinstraße in München. Mit dem Ergebnis, schon nach drei Jahren fit für die Werbebranche zu sein und auf selbige losgelassen zu werden. Yippieh, Ziel erreicht.

Aber warum erzähle ich diese Geschichte? Weil mir die Worte meiner damaligen Dozentin nicht aus dem Kopf gehen. Die Tatsache, dass ich mich immer mehr der Malerei hingezogen fühle als der schnelllebigen Werbebranche, lässt den Schluß zu, dass diese Frau wohl damals schon wusste wo ich hingehöre. Danke Frau O. für diese Erkenntnis.